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Tempo

Schon wieder reden wir über das Wetter, wenn wir von unserem Bauen berichten, aber das Wetter auf Kreta ist in diesem Jahr eben sehr speziell. Niemand von unseren Bekannten und Freunden kann sich an einen so regenreichen und kalten März erinnern, wir schon sowieso nicht, trotz jahrzehntelanger Kretareiseerfahrung auch im Frühjahr. Mehr als beispielsweise alle Viren hat dieses schlechte Wetter unser Bauen verlangsamt: Wir berichtet, hat es im Februar und Anfang März viel geregnet, da konnten sowieso keine Erdarbeiten gemacht werden, dann musste die Landschaft nach den Regengüssen stets ein paar Tage abtrocknen, aber dann hat es schon wieder geregnet. Dann kam die Kälte: Bei Kälte trocknet beispielsweise kein Leim mehr, der aber für die Isolierungen gebraucht wird, haben wir gelernt. Ohne gute Isolierungen kann aber auch nicht weiter gebaut werden.

Die Schnellstraße von Heraklion in die Messara-Ebene ist vor einiger Zeit vor lauter Regen gesperrt worden: Da hat es Unterspülungen gegeben, die Straße hat sich gesenkt, und nun kann die Straße voraussichtlich einige Zeit lang nicht mehr befahren werden. Also fahren unsere Bauarbeiter, die aus Heraklion kommen, Umwege, aber Ende letzter Woche, waren auch die Umwege gesperrt, nicht wegen Regen, sondern tatsächlich wegen Neuschnee – und manche Bauarbeiter aus Heraklion sind da gleich wieder umgekehrt.

Und nicht alle Bauverzögerungen haben mit dem Wetter zu tun: Ein findiges Arbeiter-Team ist doch am letzten Freitag trotz Schnee und Eis auf Nebenwegen zu uns gekommen, aber dann haben sich die Leute auf unserer Baustelle aus ihrem LKW ausgeschlossen, und jemand musste erst mit einem anderen Auto nach Rethymnon fahren, um einen Ersatzschlüssel zu holen und die Ladung aus dem LKW zu befreien, das hat natürlich lange gedauert. Dann waren ein paar Leute noch wegen Corona in Quarantäne – zusammengefasst gab es also eine Menge Gründe, warum unsere Baufortschritte nicht wirklich nennenswert waren.


Aber nun ist wieder Tempo in der Sache. Das Wetter ist immer noch ziemlich kalt, aber tagsüber wird die Mindestklebetemperatur von 10 Grad zuverlässig überschritten. Es regnet nicht mehr oder nur noch in solch geringen Mengen, die unsere Kreter bereit sind zu ignorieren. Da sind also jetzt jeden Tag viele engagierte Leute auf der Baustelle und man bekommt den Eindruck: Jetzt ist Tempo in der Sache und es geht ordentlich voran.


Wer gelegentlich aufräumt, der hat sich sicherlich auch schon die Erfahrung gemacht: Kurz bevor man mit dem Aufräumen eigentlich fertig ist, sieht es eigentlich immer am schlimmsten aus. Ein bisschen ist das auch so auf unserer Baustelle so, denken wir uns: Da sieht es gerade recht zerwühlt aus, denn überall werden mit kleinen und großen Baggern Gräben gegraben. Dann wird in Handarbeit feiner Sand in die Gräben geschüttet, damit die Leitungen sanfter liegen.


Und dann werden die Rohre verlegt, solche für Strom, für Wasser, für Abwasser: Und schließlich werden die Gräben natürlich allesamt wieder zugeschüttet.

An einzelnen Stellen ragen noch ein paar Rohre aus dem Boden, sorgsam gebündelt, wo in wenigen Tagen weitere Anschlüsse verlegt werden sollen.


Die restlichen Isolierungen werden nun nicht nur zuverlässig angeklebt, sondern auch geschliffen, angemalt und schließlich sogar teilweise mit der endgültigen Bungalow-Farbe gestrichen, das sieht schon mal gut aus.

Und als dann auch noch der Fensterlaster aus Heraklion ankommt und die Arbeiter die Fensterrahmen befestigen, heute sogar in einen Bungalow schon echte Fenster einsetzen, da finden wir auch: Das sieht schon beinahe wohnlich aus, und wir sind der festen Überzeugung: Jetzt bewegen wir uns sichtbar zielgerichtet auf die Fertigstellung unseres Projektes, der "Kleinen Welt", zu.



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