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Einkaufsreisen

Zumindest für uns braucht es angesichts der Fortschritte auf unserer Baustelle schon nicht mehr so viel Phantasie, um uns auszumalen, dass wir in absehbarer Zeit mal fertig werden mit unserem Projekt und die ersten Gäste begrüßen können. Da fällt es natürlich auch leichter, Einrichtungen der Bungalows nicht nur zu planen, sondern auch schon konkrete Einkäufe vorzubereiten.

Nun geht man bei der vorbereitenden Planung einer kleinen Resortanlage natürlich nicht beispielsweise in einen Matratzenladen und sagt, guten Tag, wir möchten gerne achtundzwanzig Matratzen kaufen, das ist uns schon klar. Für einen Hotelmatratzeneinkauf gibt es Hotelmatratzenausstatter, das sind spezielle Läden, deren Verkäufer es auch gewohnt sind, dass jemand eine Anfrage macht, der einhundertundfünfzig Matratzen braucht. Solche Anfragen macht man aber natürlich nicht an der Ladentür, da recherchiert man zunächst, auch im Internet, und dann macht man Bestellungen online oder in Griechenland auch gerne telefonisch. Das wissen wir längst, wir sind ja schließlich keine hotelplanerischen Laien mehr.

Dennoch wollten wir nicht darauf verzichten, Matratzen und andere Einrichtungsgegenstände erst einmal zu betrachten, bevor wir sie möglicherweise online oder telefonisch kaufen. Da sind wir hotelplanerisch ganz altmodisch. Zm Ansehen gibt es Messen, in Griechenland die in diesem Blog bereits beschriebene HoReCa in Athen, aber die fand dieses Jahr virenbedingt nicht statt. Wir haben auch aus Deutschland interessante Offerten erhalten, da haben wir nachgefragt, und, tatsächlich, im Raum Berlin finden sich gleich mehrere hotelausrüstende Unternehmen, deren Mitarbeiter uns per eMail versicherten, da gäbe es auch Show Rooms, in denen wir uns umsehen könnten. Wir haben also kurzfristig eine Reise nach Berlin unternommen. Zusammenfassend kann man feststellen: Diese Reise hat sich gelohnt, wir waren in der Komischen Oper, wir haben gut gegessen, wir haben Berlin mal wieder genossen. In Bezug auf Hoteleinrichtungen hat sich die Reise insofern gelohnt, als dass wir nun wissen: Die behaupteten Show Rooms, die gibt es nicht. Jedenfalls nicht so als großzügig angelegte Ausstellungsräume mit allen offerierten Produkten, wie wir uns das vorgestellt hatten. An den genannten Adressen waren Büroräume zu finden, wenn überhaupt, aber jedenfalls keine ausgestellten Matratzen, Hotelschränke, Mini Bars, Servicewagen. Die antelefonierten Verkäufer waren, trotz Terminabsprache, hörbar überrascht, dass wir tatsächlich angereist waren aus Griechenland, und boten uns an, ihre Produkte zur Ansicht nach Kreta zu senden, aber was sollen wir nun mit Matratzen, Hotelschränken, Mini Bars, Servicewagen in unserer Wohnung in Kapariana.

Also sind wir dann tatsächlich doch in einen Berlin Matratzenladen gegangen und haben gesagt, guten Tag, wir möchten gerne achtundzwanzig Matratzen kaufen, und, wie erwartet, hat der Matratzenverkäufer gleich auf die spezielle Hoteleinrichter-Website seiner Firma verwiesen, aber mit freundlicher Hartnäckigkeit haben wir es dann doch geschafft, dass wir Modelle im Laden ansehen und ausprobieren können, das war gut und hilfreich, dachten wir, aber am Ende sagt doch der Verkäufer, für Hotels gäbe es dann noch andere Modelle, die seien nur auf der Website zu finden.

Ein Internet-Gardinen-Hoteleinrichter hatte uns auf Nachfrage hin eine Adresse in Berlin gegeben, bei der wir die Gardinenstoffe ansehen und befühlen könnten. Tatsächlich fanden wir unter der angegebenen Adresse auch ein schönes Fachgeschäft für Gardinen. Die sehr freundliche und kompetente Verkäuferin freute sich im Vorhangfachgespräch über die Aussicht, für unsere Anlage Vorhänge nähen und vor allem liefern zu können. Im zweiten Verkaufsgespräch kam dann heraus, dass erstgenannter Internet-Gardinen-Hoteleinrichter diesen gar nicht virtuellen, sondern tatsächlich sichtbar vorhandenen Vorhangladen offenbar lediglich (aus)nutzt, damit potentielle Kunden Stoffe aussuchen, die der Online-Anbieter dann auf eigene Rechnung kostengünstig verkauft. Die freundliche Vorhangverkäuferin im Echt-Ladengeschäft erfuhr davon aber erst durch uns: Sie hatte sich schon gewundert, sagte sie, warum so viele Kunden zu ihr kommen, sie Offerten unterbreitet, aber die Kunden sich dann nie wieder melden… - Wir hoffen nun natürlich, dass wir unsere Vorhänge doch im Echt-Ladengeschäft bestellen können, vielleicht sogar Echt-Ladengeschäft-Mitarbeiter bei uns auf Kreta die genähten Gardinen ganz in echt bei uns montieren und aufhängen und warten gespannt auf die Offerte.

Und ganz grundsätzlich wollen wir ja ohnehin schon möglichst viel von unserem Hotelbedarf in Griechenland kaufen, am besten natürlich auf Kreta. Tatsächlich finden wir hier auch Läden, in denen man sich Hotelbedarf mal ganz echt ansehen kann, die besuchen wir gerne und haben schon viele Bestellungen aufgegeben. Und wenn dann mal ein Einkaufsausflug beispielsweise nach Heraklion hotelausstattermäßig eher wenig ertragreich ist, dann haben wir auch hier eine lohnende Stadt quasi vor unserer Haustür, die zwar keine Komische Oper hat, in der man aber auch gut essen und das Leben vielleicht sogar noch besser genießen kann als in Berlin.


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