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Beton, Brizola, Bagger

Aktualisiert: 8. Feb. 2022

"Beton Messara" liefert heute später als geplant, sagt Vasilis. Immerhin kommt Beton aber heute, denken wir uns, das ist doch eigentlich erfreulich. Und Vasilis findet auch, schlimm ist das nicht, wir machen vorher einfach ein kleines Fest, während wir auf den Beton warten.

Nun mag sich mancher Blogleser, manche Blogleserin fragen, wieso wird da überhaupt immer noch Beton geliefert in die "Kleine Welt", die müssten da ja allmählich wohl mal fertig sein mit den Betonarbeiten. - Tatsächlich brauchen wir auch nur noch ein bisschen Beton: Heute für die Abdeckung des unterirdischen Technik-Häuschens, in dem die Filteranlagen für das Frischwasser und die Wasserpumpen untergebracht werden sollen. Wenn der Beton mal gegossen ist, dann wird Erde auf das Dach geschüttet, dann kann auf der ganzen Fläche ein Parkplatz für die Autos unserer zukünftigen Gäste angelegt werden, der Parkplatz wird sogar mit einer Stahlkonstruktion überdacht, und auf die Dächer kommt dann die Photovoltaik-Anlage, mit der wir unseren eigenen Strom erzeugen. Diese Photovoltaik-Panels lagern bereits in einer Halle in Tympaki, deswegen wird das Zeit mit der Unterkonstruktion, und deshalb muss heute auch der Beton geliefert werden.

Beton braucht es außerdem noch für die Untergrund-Befestigung der Terrassen, die vor jedem Gästebungalow angelegt werden sollen.


Nun warten wir also auf die Betonlaster, da soll es davor also ein kleines Fest geben, aber erst einmal wird die Zeit genutzt, um aufzuräumen auf unserer Baustelle.



Ein Lastwagen hat zwei Behälter auf die Baustelle gebracht, in die wir nun alle miteinander Müll und Bauschutt einräumen – natürlich fein sortengetrennt, je nach Wiederverwertbarkeit. Vor allem bei dem Einbau der Wände und der Wandisolierungen ist einiges an hier nicht mehr verwendbaren Restmaterialien übrig geblieben: Die sind zum größten Teil in eine Art Henkeltaschen untergebracht worden, und diese Taschen werden heute verladen. Das sind von ihrer Größe her ja nun nicht gerade Handtaschen, deshalb brauchen wir die Hilfe eines kleine Baggers, um die Plätze vor den Bungalows gründlich aufzuräumen und die Henkeltaschen abzutransportieren.


Rohbau-Kostis ist in der Zwischenzeit schon mal sozusagen in unserem Auftrag unterwegs gewesen und hat für das von Vasilis angekündigte kleine Fest eingekauft. Natürlich gibt es Wein, es gibt Brot – und selbstverständlich gibt es Μπριζόλα vom Grill: Brizola – Schweinekotelett, das mit reichlich Zitronensaft beträufelt wird. Wir sind begeistert über die Idee, wie bei uns ein mobiler, ausgezeichnet funktionierender Grill bereitgestellt wird, der groß genug ist, um mal schnell insgesamt 80 Schweinekoteletts zu braten. Diese Idee merken wir uns mal für später...!


Giorgios sagt, Martin schickt dieses Foto nun nach Deutschland, und dann sagen die Deutschen bestimmt: Diese Griechen, da auf Kreta, die arbeiten gar nicht richtig, die feiern, essen und trinken nur auf der Baustelle! - Deshalb verspreche ich Giorgio, dass ich hier ausdrückliche schreibe, was ich denke: Ich habe noch bei keinem anderen Bauprojekt in Deutschland oder der Schweiz so konzentriertes und engagiertes Miteinander-Arbeiten erlebt, wie bisher auf unserer kretischen Baustelle – aber auch noch nie ein so fröhliches Bauen mit so vielen netten Leuten! Wir sind über jeden Tag froh, an dem es auf unserer Baustelle vorwärts geht, an dem wir hier sind – und den wir auch genießen dürfen mit all den Kretern, die uns bei der Verwirklichung unseres Projektes helfen! – 


Inzwischen sind Klempner, Wändebauer, Zaunbauer und die Betonbau-Crew auf unserem kleinen Fest dabei – und wir warten auf die Betonlieferungen. Vasilis macht sich das zwischen all den Isolierungen gemütlich, denn die Aufräumarbeiten waren ja auch ganz schön anstrengend, alle freuen sich über Brot, Wein und Brizola – und ich überlege, ob es wohl das letzte Mal ist, dass wir in diesem zukünftigen Seminarraum (!) Schweinekoteletts vom Grill essen...

Glücklicherweise bemerken wir noch rechtzeitig, dass auf der anderen Seite des Hügels inzwischen die Betonpumpe angefahren gekommen ist, also geht es nun wieder an die Arbeit, und das Dach für den Technikraum wird gegossen.


Und wenig später sind die restlichen Arbeiten erledigt, der Technikraum hat sein Dach, die Baustelle sieht hübsch ordentlich aus, der Bagger ist geparkt, die Müllcontainer sind bereit für den Abtransport. Und wir freuen uns über die Fortschritte – und natürlich über unser kleines Zwischen-Baustellen-Fest. Das ist ein feines Bauen hier gewesen heute.




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